Solar

Übersicht über die Einspeisevergütung PV für Photovoltaik-Anlagen 2012

Wenn es nach den Plänen des ehemaligen Umweltminister Röttgen und des Wirtschaftsministers Rösler gegangen wäre, würden ab dem 01.04.2012 neue Vergütungssätze gelten. Am 11. Mai wurde aber die geplante Gesetzesänderung im Bundesrat gestoppt und an den Vermittlungsausschuss übergeben. Für Interessenten, die eine Photovoltaikanlage planen stellt sich jetzt unwillkürlich die Frage, was denn jetzt gilt. Auch diejenigen, die bereits eine Anlage nach dem 01.04.12 realisiert haben müssen sich dieselbe Frage stellen. Bis eine Entscheidung getroffen wird, gilt erst einmal das EEG 2012, wie es zu Anfang des Jahres umgesetzt wurde weiter. Damit haben auch die Vergütungssätze und Leistungsklassen nach wie vor Gültigkeit.

Welche Möglichkeiten gibt es also und mit was sollte man kalkulieren?

  1. Das bisherige EEG 2012 läuft unverändert weiter. Das ist aber äußerst unwahrscheinlich.
  2. Die geplante Änderungen werden doch noch eins zu eins rückwirkend zum 01.04.12 umgesetzt. (Damit sollte man seine Finanzierung planen, damit man auf der sicheren Seite ist)
  3. Die geplanten Änderungen werden abgemildert rückwirkend zum 01.04.12 oder aber auch zu einem späteren Zeitpunkt umgesetzt (Davon kann man ausgehen, darf es aber nicht voraussetzen)
Eine weiteres Szenario, nämlich dass die Voraussetzungen noch schlechter ausfallen, darf es nicht geben. Bei allen drei Fällen ist es so, dass der Anlagenbetreiber die Stromerträge anhand den Vergütungssätzen und Leistungsklassen nach dem noch geltenden EEG 2012 bezahlt bekommt. Diese sind in der Tabelle ganz unten aufgelistet. Werden dann Kürzungen rückwirkend umgesetzt, muss der Anlagenbetreiber die zuviel gezahlten Erträge wieder zurückerstatten. Also ist es ratsam, nicht gleich das ganze Geld auf den Kopf zu hauen, sondern entsprechende Rücklagen zu bilden. Wie schon gesagt, sollte man mit dem schlechtesten Szenario rechnen, dann ist man auf der sicheren Seite und kann sich später über entsprechende Mehrerträge, sollte das Gesetz abgemildert umgesetzt werden freuen.

Hier die Änderungen, wie sie durch die Herren Röttgen und Rösler geplant waren und mit denen eine Anlage geplant werden sollte: Die Leistungsklassen, nach denen der Solarstrom vergütet wird werden geändert. Eigenverbrauch wird ab April 2012 überhaupt nicht mehr vergütet, da der durchschnittliche Strompreis erstmalig höher ist als die Einspeisevergütung. Somit ist eine Anlage umso rentabler, je höher der Anteil an eigenverbrauchtem Solarstrom ist.

Neue Vergütungskategorien

Ab April 2012 gibt es nur noch drei Vergütungsstufen:

  1. bis 10 kWp
  2. ab 10 kWp bis 1.000 kWp
  3. ab 1.000 kWp bis 10.000 kWp
Alles, was darüber liegt wird gar nicht mehr gefördert. Eine Unterscheidung zwischen Gebäude- und Freilandanlagen wird hinsichtlich der Höhe der Vergütung nicht mehr getroffen.

Nicht mehr der gesamte erzeugte Solarstrom wird vergütet

Um den Anreiz zum Eigenverbrauch und der Selbstvermarktung zu verstärken, werden ab April 2012:
  1. bei Anlagen bis 10 kWp nur noch 80% der Anlagenleistung
  2. bei Anlagen über 10 kWp bis 1.000 kWp nur noch 90% der Anlagenleistung
vergütet. Die Differenz muss entweder selbst verbraucht oder selbst vermarktet werden.

Bei einer Anlagenleistung von 1.000 kWp bis 10.000 kWp werden weiterhin 100% des generierten Solarstroms vergütet.


Vergütungssätze Photovoltaik 2012 ab 01. April (unter Vorbehalt der gesetzlichen Umsetzung)

Ab April 2012 erfolgt die Reduzierung der Einspeisevergütung in Schritten von 15 Ct pro Monat. Damit soll der erhöhte Zubau mit PV-Anlagen zum Ende eines Vergütungszeitraumes unterbunden werden.

Inbetriebnahme Dachanlage bis 10 kWp Dachanlage bis 1.000 kWp Freiflächen- und Dachanlagen bis 10 MW
ab 01.04.2012 19,50 16,50 13,50
ab 01.05.2012 19,35 16,35 13,35
ab 01.06.2012 19,20 16,20 13,20
ab 01.07.2012 19,05 16,05 13,05
ab 01.08.2012 18,90 15,90 12,90
ab 01.09.2012 18,75 15,75 12,75
ab 01.10.2012 18,60 15,60 12,60
ab 01.11.2012* 18,45 15,45 12,45
ab 01.12.2012* 18,30 15,30 12,30

* Abhängig vom Zubau im vorangegangenen Quartal. Der Korridor für den geplanten Zubau liegt zwischen 2.500 und 3.500 MW. Bei Unter- oder Überschreitung der Grenzen soll kurzfristig nachgebessert werden.


Vergütungssätze PV Inbetriebnahme 1. Januar bis 31. März 2012 (Ist weiterhin gültig, bis eine andere Entscheidung getroffen wird)

Kategorie Vergütung
Gebäude Gebäude bis 30 kWp 24,43
Gebäude ab 30 kWp 23,23
Gebäude ab 100 kWp 21,98
Gebäude ab 1000 kWp 18,33
Eigenverbrauch bis 30 kW bis 30% 8,05
bis 30 kW ab 30% 12,43
bis 100 kW bis 30% 6,85
bis 100 kW ab 30% 11,23
bis 500 kW bis 30% 5,60
bis 500 kW ab 30% 9,98
Freilandanlagen Konversionsflächen 18,76
Sonstige Freiflächen 17,94


EEG-Novelle

11.05.2012: Das Solarstrom-Magazin PHOTON begrüßt den Einspruch des Bundesrates in Sachen EEG-Novelle. Die Anrufung des Vermittlungsausschusses sei ein erster Schritt für eine grundlegende Überarbeitung der Solarförderung, sagt PHOTON-Herausgeber Philippe Welter. Damit bietet sich nun die Chance, die Solarförderung so zu gestalten, dass die Photovoltaik zu einem der wichtigsten Pfeiler der Energiewende wird.

„Ein überarbeitetes Erneuerbare-Energien-Gesetz sollte zu einem möglichst gleichmäßigen Zubau von Solaranlagen im ganzen Land führen. Dafür ist eine regionale Differenzierung der Solarvergütung nötig. Diese vermeidet unnötig hohe Renditen einerseits und nutzt andererseits die bestehenden Stromnetze besser.“ Nach Recherchen von PHOTON bleibt die Investitionssicherheit für Anlagenbetreiber trotz der Bundesratsentscheidung gewahrt. „Ein rechtloser Raum ist nicht entstanden“, so Welter. Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten die Errichter von Anlagen mit jenen Vergütungssätzen kalkulieren, die im nun abgelehnten Gesetz vorgesehen waren. „Im Vermittlungsverfahren können sich die Bedingungen lediglich verbessern, nicht aber rückwirkend verschlechtern“, so der PHOTON-Herausgeber. PHOTON wertet die mit zwei Dritteln der Stimmen gefallene Entscheidung im Bundesrat als herbe Niederlage für den Bundesumweltminister Norbert Röttgen. „Offenbar hat Röttgen keinen Rückhalt mehr in seiner eigenen Partei.“ PHOTON hatte den Bundesumweltminister bereits bei der Vorlage der jetzt abgelehnten Novelle zum Rücktritt aufgefordert. „Just in dem Moment, wo die Stromkunden von viel billigem Solarstrom profitieren könnten, wollte das Duo Rösler-Röttgen genau das verhindern“, sagt Welter. Das sei eines Umweltministers unwürdig. Quelle: PHOTON; Zusammenfassung: PHOTON


NEWS

Die aktuellen EEG-Fördersätze finden Sie hier

Details zur finanziellen Förderung finden Sie hier

Unsere Solarmodule wurden Testsieger im letzten Vergleich der Stiftung Warentest.

Informationen zum Anwendungshinweis § 6 Absatz 2 EEG 2012 finden Sie hier.

 

 
REMUS - Sicherheitsunternehmen. Solar, Solaranlagen einfache Projektierung für Ihre Gebäude. Eine Photovoltaik Anlage bietet günstige Strom und gute Rückvergütung. Das Alles und noch viel mehr von REMUS - für Ihre Sicherheit

Partnerlinks
Solaranlagen
Solaranlagen