Solar
FAQ
Was sind Solarzellen und Solarmodule?
Wie lange ist die Lebensdauer einer PV-Anlage?
Ich habe gehört, dass Solaranlagen zur Stromgewinnung für Privateigentümer, finanziell gesehen, kaum noch lukrativ sind, stimmt das?
Muss ich die Module regelmäßig reinigen?
Ist es wichtig, dass die Module schattenfrei sind?
Was ist der Unterschied zwischen Monokristalline und polykristalline Solarmodulen?
Was ist ein Wechselrichter?
Wie viel Ertrag bringt eine PV-Anlage?
Gibt es Verschleiß an einer PV-Anlage oder muss man diese Warten?
Kann man den gewonnenen Strom auch selber verbrauchen?
Können die Module durch Hagelschlag oder einen Blitzschlag zerstört werden?
Sollte man die Anlage der Sonne nachführen?
Braucht man eine Baugenehmigung?
Kann ich eine PV-Anlage steuerlich geltend machen?
Was muss bei Flachdach und Spitzdach beachtet werden?
Was ist Photovoltaik und wie funktioniert eine PV-Anlage?
Woher weiß ich das mein Dach geeignet ist und wie groß solch eine Anlage ist?
Was bedeutet Kilowatt peak (kWp) oder Watt peak (Wp)?
Welche Gewährleistung und welche Gerantiezeit habe ich bei einem Kauf einer Photovoltaikanlage?

Was sind Solarzellen und Solarmodule?
Eine Solarzelle ist eine Siliziumscheibe (eine Seite ist negativ, die andere positiv geladen).
Mehrere Scheiben miteinander verschaltet nennt man ein Modul – mehrere Module miteinander verschaltet bezeichnet man als Solargenerator oder auch Photovoltaikanlage (PV-Anlage).

Wie lange ist die Lebensdauer einer PV-Anlage?
Eine PV-Anlage kann eine Lebensdauer von mehr als 35 Jahre erzielen, mit einer  Leistung von 80 % bis 88 %. Wechselrichter haben eine Leistungsgarantie von ca. 5 Jahren, die leicht auf 10 Jahre erweitert werden können.

Ich habe gehört, dass Solaranlagen zur Stromgewinnung für Privateigentümer, finanziell gesehen, kaum noch lukrativ sind, stimmt das?
Natürlich kostet die Technik Geld, trotzdem ist die Anschaffung sinnvoll und sie bringt eine sichere und gute Rendite. Zum einen entlastet es die Umwelt, zum anderen können Sie einen zusätzlichen Stromertrag gewinnen. PV-Anlagen Wandeln das Licht der Sonne in elektrischen Strom um, der ins öffentliche Netz eingespeist wird. Vom öffentlichem Netz bezieht der Anlagenbetreiber auch den Strom, den er verbraucht. In der Bilanz deckt sich der Strombedarf teilweise oder sogar vollständig mit umweltfreundlicher Sonnenenergie. Dadurch das Sie den Strom teurer verkaufen als Sie beziehen, können Sie dadurch mehr verdienen als Sie verbrauchen.

Muss ich die Module regelmäßig reinigen?
PV-Anlagen muss man nicht reinigen.
Bei einem Neigungswinkel >20° reinigen sich die Module durch den Niederschlag von selbst. Gebiete mit starker Luftverschmutzung, z.B. bei Industrieanlagen ist die Reinigung von Zeit zu Zeit notwendig, ebenfalls wenn die Module mit Laub bedeckt sind.

Ist es wichtig, dass die Module schattenfrei sind?
Es ist sehr wichtig, dass die Module schattenfrei sind. Durch Nachbargebäude, Bäume oder eine Hochspannungsleitung können Schatten auf die Module gelangen. Ein Schatten auf der Anlage kann zu großem Stromverlust führen und somit den Stromertrag sänken. Eine verschattete PV-Anlage ist wie ein Knick im Gartenschlauch. Er blockiert den ganzen Stromfluss in der Modulreihe.

Was ist der Unterschied zwischen Monokristalline und polykristalline Solarmodulen?
Bei den Solarzellen unterscheidet man zwei verschiedene Arten. Es gibt Dickschicht Solarzellen und Dünnschicht Solarzellen. Der Unterschied besteht in der Dicke der Siliziumschicht.
Dickschicht Solarzellen = mehr Silizium, daher mehr Watt
Dünnschicht Solarzellen = weniger Silizium, daher weniger Watt.
Sie bringen ca. 50 % der Leistung einer Deckschicht-Zelle. Sind allerdings deutlich lichtempfindlicher und damit auch auf „schlecht beleuchteten“ Dächern einsetzbar. Man könnte im Volksmund sagen, sie stehen früher auf und gehen später schlafen. Preislich liegen sie fast gleich mit der normalen (Dickschicht) Zelle, brauchen in der Finanzierung aber häufig die doppelte Zeit, bevor sie sich amortisieren. Es liegen auch noch keine Erfahrungswerte bezüglich der Haltbarkeit und Leistungsfähigkeit vor. Das Ergebnis hieraus ist, dass überwiegend Dickschichtsolarzellen verbaut werden.

Was ist ein Wechselrichter?
Ein Wechselrichter ist ein elektrisches Gerät, das Gleichspannung in Wechselspannung bzw. Gleichstrom in einen Wechselstrom umrichtet. Der Strom der von den Modulen kommt ist Gleichstrom. Damit dieser ins öffentliche Netz eingespeist werden kann, muss der Strom in Wechselstrom umgewandelt werden, da das öffentliche Netz aus Wechselstrom besteht.

Wie viel Ertrag bringt eine PV-Anlage?
Eine 10 kWp Remus-Enegie Anlage, der Marke aleo, erzeugt je nach Lage jährlich ca. 10.000 kWh. Sie können dann den gewonnenen Strom, dann an Ihrem Netzbetreiber verkaufen. Wenn Sie sich dieses Jahr noch eine PV-Anlage anschaffen, bekommen Sie 43,01 Cent/kWh. Dieses würde bedeuten, dass Sie eine zusätzliche Einnahme von cirka 4.300 EUR p.a. netto bekommen würden.

Gibt es Verschleiß an einer PV-Anlage oder muss man diese Warten?
Solarstromanlagen benötigen generell keine oder nur sehr wenig Wartung. Es existieren keine rotierenden Teile, Lager oder sonstige wartungsintensive Bauteile und somit auch keinen Verschleiß. Es empfiehlt sich, durch regelmäßige Kontrolle des Einspeisezählers durch Buchführung oder Bilanzierung mit Computer/Datenlogger die Ertragswerte auf Plausibilität zu prüfen, um eventuelle Ausfälle der Anlage schnellstmöglich zu erkennen.

Kann man den gewonnenen Strom auch selber verbrauchen?
Für Solarstromanlagen bis 30 kWp, die ab dem 01.01.2009 angeschlossen werden, bietet der Gesetzgeber in § 33 (2) künftig folgende Möglichkeit an: Anlagenbetreiber können ihren Solarstrom teilweise oder vollständig selbst verbrauchen und erhalten dafür eine festgelegte Vergütung (Inbetriebnahme 2009 = 25,01 Ct/kWh). Den nicht verbrauchten Anteil des erzeugten Solarstroms können sie weiterhin in das öffentliche Netz zum regulären Vergütungssatz (Inbetriebnahme 2009 = 43,01 Ct/kWh) einspeisen. Bedingung hierfür ist, dass der Strom in unmittelbarer räumlicher Nähe von Anlagenbetreibern oder Dritten selbst verbraucht wird und die Höhe des Verbrauchs exakt nachgewiesen wird.
In der Begründung zu § 33 (2) EEG 2009 heißt es hierzu:
“Der Anspruch auf Vergütung für selbst genutzten Strom ist neu in das EEG aufgenommen worden und soll einen Anreiz setzen, Strom aus Erneuerbaren Energien selbst dezentral zu verbrauchen. Statt den erzeugten Strom ins Netz einzuspeisen und im Gegenzug anderen Strom zum Eigenverbrauch aus dem Netz zu entnehmen, wie es heute häufig geschieht, soll eine Eigenenergieversorgung erfolgen. Die Vergütung für selbst genutzten Strom liegt 18 Cent niedriger als die in Absatz 1 und 2 für Anlagen mit einer installierten Leistung von 30 Kilowatt vorgesehene Vergütung. Grund für die niedrigere Vergütung bei einem Eigenverbrauch ist, dass der Durchschnittspreis für Endkunden nach Angaben des BDEW bei ca. 20 Cent pro Kilowattstunde liegt. Die Kosten, die der Kunde hätte, wenn er den Strom einkaufen würde, müssen bei einer Vergütung von selbst genutztem Strom abgezogen werden. Dies vermeidet übermäßige Gewinne für den Anlagenbetreiber und Kosten für die Stromverbraucher. Dadurch, dass bei der Eigennutzung von Strom letztlich ein geringerer Preis anfällt (da von der Vergütung nur 18 Cent und nicht die üblichen Kosten in Höhe von 20 Cent abgezogen werden), soll ein Anreiz für die Eigennutzung geschaffen werden.”
Diese neue Möglichkeit des Eigenverbrauchs könnte für künftige Anlagenbetreiber auch aus finanzieller Sicht von Vorteil sein, denn bereits bei einem Strombezugspreis von 20 Ct/kWh ist es überlegenswert, den Strom selbst zu verbrauchen. Denn - die Summe aus vermiedenen Strombezugskosten (z.B. 20 Ct/kWh) und Eigenverbrauch-Vergütung (25,01 Ct/kWh) liegt bereits über der herkömmlichen Vergütung für Volleinspeisung (43,01 Ct/kWh). Wenn die Strombezugskosten in den nächsten Jahren weiter ansteigen, so wird sich die Summe aus diesen beiden Posten immer weiter erhöhen, da die Vergütung von 25,01 Ct je kWh Solarstrom-Eigenverbrauch die Dauer von 20 Jahren und x Monaten ab Inbetriebnahmezeitpunkt festgeschrieben ist.
Wer sich dafür interessiert, muss seine Solarstromanlage so konzipieren, dass der erzeugte Solarstrom in das Hausnetz eingespeist UND in das öffentliche Netz geleitet werden kann. Dieses Anlagenkonzept sollte optimalerweise bereits bei Installation der Anlage oder auch nachträglich innerhalb der nächsten 20 Jahre passieren. Die Anlage muss so installiert sein, dass der Wechselrichter direkt hinter den Solarmodulen angeordnet ist, um den erzeugten Gleichstrom vor Einspeisung in das Hausnetz in Wechselstrom umzuwandeln. Außerdem müssen genaue Nachweise erbracht werden, wie viel Solarstrom eigenverbraucht und wie viel eingespeist werden.

Können die Module durch Hagelschlag oder einen Blitzschlag zerstört werden?
Ein Modul ist sehr stabil und wird in speziellen Labors auf seine Festigkeit getestet. In einem Test werden die Module mit Eiskugeln von 28mm Korngröße bis zu 86 km/h beschossen. Somit ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass ein Modul durch Hagelschlag zerstört wird.

Ein direkter Blitzschlag dagegen ist im Stande eine Anlage zu zerstören. Die Wahrscheinlichkeit eines direkten Blitztreffers wird allerdings auch durch eine PV-Anlage nicht erhöht. Wahrscheinlicher ist, dass die Solaranlage durch einen Blitzschlag in der Nähe eine Überspannung bekommt. Diese Überspannungen können die Anlagen zerstören. Deswegen sollten Sie Ihre Anlage gut versichern.

Sollte man die Anlage der Sonne nachführen?
Nein, dieses ist nicht zu empfehlen. Die technischen Aufwendungen würden einiges mehr kosten als, den Ertrag den man gewinnt. In der Regel ist es bis zu 30% mehr Ertrag den man gewinnt.

Braucht man eine Baugenehmigung?
Für Solarstromanlagen, die direkt parallel zur Dachfläche montiert werden, ist keine Baugenehmigung erforderlich.
Für aufgestellte Anlagen kann eine Baugenehmigung notwendig sein.

Kann ich eine PV-Anlage steuerlich geltend machen?
Auch als privater Hausbesitzer können Sie die Investition in eine Solarstromanlage 20 Jahre steuerlich abschreiben, wenn Sie eine Umsatzsteuervoranmeldung tätigen. Die Kreditzinsen und sowie die laufenden Kosten sind abzugsfähige Betriebsausgaben. Auch die MwSt. wird Ihnen zurückerstattet d.h. Sie finanzieren nur den Nettobetrag der Investitionssumme!

Was muss bei Flachdach und Spitzdach beachtet werden?
Beim Flachdach muss nach der Auflastung gefragt werden, d. h. Auflastung durch PV- Anlage ca. 20-22 kg pro qm², außerdem muss noch die Schneelast und Windlast berücksichtigt werden. Es ist also immer ratsam erst einen Statiker zu fragen. Bei öffentlichen Gebäuden ist es Pflicht einen Statiker zu fragen.

Beim Spitzdach kommt es auf die Neigung des Daches und er Dachausrichtung an. Dieses muss immer vor Ort von einem Monteur begutachtet werden, auch um mögliche Verschattungen auszuschließen.

Was ist Photovoltaik und wie funktioniert eine PV-Anlage?
Photovoltaik ist die direkte Umsetzung von Licht (Sonne) in elektrische Energie (Solarenergie) mit Hilfe von Halbleitermaterialien.

„Photo“ = Licht
„Voltaik“ = Italienischer Physiker Alessandro Volta

Bei PV-Anlagen wird aus dem Licht der Sonne Strom erzeugt. Dieser gewonnene Strom wird direkt ins öffentliche Stromnetz eingespeist. Dabei fangen die auf dem Dach montierten Solarmodule die Lichtenergie ein und wandeln diese in elektrische Energie um. Der so erzeugte Solargleichstrom gelangt über die Hauptleitung zum Wechselrichter. Der dort in Wechselstrom, die Stromart unseres öffentlichen Stromnetzes, umgewandelt wird. Über einen eigenen Einspeisezähler wird die produzierte Strommenge kontinuierlich gemessen und der elektrische Strom ins öffentliche Netz geleitet.

Woher weiß ich das mein Dach geeignet ist und wie groß solch eine Anlage ist?
Optimale Ergebnisse einer PV-Anlage ergeben sich bei einer Südausrichtung des Dachs, am besten mit einer Neigung von 30 Grad zur Horizontalen. Abweichungen davon spielen jedoch eine relativ untergeordnete Rolle. So erzielen selbst reine West- oder Ostdächer bei einer Dachneigung von 25° oder 40° noch einen Ertrag von ca. 80% gegenüber der optimalen Ausrichtung.
Ob eine PV-Anlage auf Ihr Dach passt oder nicht, wird selbstverständlich von unserem geschulten Fachpersonal genau begutachtet. Die Leistung einer Solarstromanlage wird in Kilowatt peak (kWp) gemessen. Für 1 kWp benötigt man je nach Wirkungsgrad der Solarmodule etwa 8 m² Dachfläche.

Was bedeutet Kilowatt peak (kWp) oder Watt peak (Wp)?
Der Begriff „Peak“ kommt aus dem Englischen und bedeutet Gipfel, Spitze. In der Photovoltaik wird diese Bezeichnung verwendet, um die Nennleistung unter Standard-Testbedingungen (STC) zu bezeichnen. Diese Standard-Testbedingungen sind wie folgt festgelegt: 1000 W Einstrahlungsleistung auf einen m², Zelltemperatur 25°C und AM (Air mass) 1,5. Das heißt: der Sonnenstrahl durchdringt auf seinem Weg das 1,5-fache der Atmosphärendicke der Erde. Unter realen Bedingungen sind diese Bedingungen selten. Deswegen weicht die tatsächliche Leistung der Module oft von den Nennwerten ab.

Welche Gewährleistung und welche Gerantiezeit habe ich bei einem Kauf einer Photovoltaikanlage?

Wenn Sie als zukünftiger PV-Anlagenbetreiber eine Anlage kaufen ist dieser Vertrag kein Werkvertrag, sondern ein Kaufvertrag mit Montageverpflichtung über eine bewegliche Sache (kein Bauwerk). Eine wichtige Konsequenz aus dieser Ansicht ist, dass die Gewährleistungsfrist auf ein Jahr verkürzt werden kann. Sofern Sie keine Verlängerung mit uns oder unseren Errichter vereinbaren ist die Gewährleistungszeit auf ein Jahr begrenzt. Eine Gewährleistungszeit ist vollkommen ausreichend um eine fehlerfreie und fachgerechte Montage nachzuweisen. Als Kunde können Sie darüber hinaus deutlich längere Produktgarantie und Leistungsgarantien in Anspruch nehmen.

Als PV-Anlagenbetreiber werden Sie nicht als Verbraucher sondern als Gewerbetreibender einstuft. Diese Einstufung ist damit begründet, dass der PV-Anlagenbetreiber ein Geschäft tätigt, mit dem er zukünftig gewerblich - nämlich als Stromerzeuger und Veräußerer - tätig wird.

Wichtig ist hierbei, dass anders als bei Werkverträgen, die Gewährleistungsfrist auch nicht erst dann beginnt, wenn eine sogenannte Abnahme stattfindet. Aus Werkverträgen ist man gewöhnt, dass man zunächst die Leistung des Unternehmers als im Wesentlichen vertragsgerecht billigen muss. Man wartet also darauf, dass ein gemeinsamer Termin mit dem Installateur stattfindet, vielleicht auch eine Einweisung erfolgt und man die Unterlagen erhält. Das braucht man beim Kaufvertrag nicht. Beim Kaufvertrag geht die Gefahr auf den Erwerber über, wenn die PV-Anlage geliefert und montiert wurde. Die Gewährleistungszeit beginnt.


Herstellergarantie:

Bei der Auswahl der Module legen wir höchste Ansprüche zu Grunde. In der Regel liefern wir Module mit 10 Jahre 90 % Leistungsgarantie und bis zum Ablauf von 25 Jahren mit einer Leistungsgarantie von 80 %. Bei unserem Hersteller Aleo erhalten Sie zudem eine erweitere Produkgarantie von 10 Jahren (beschaffenheit des Produktes). Hier bieten andere Hersteller häufig deutlich kürzere Garantiezeiten von 2 bis 5 Jahren an. Auch bei den Montagesysteme bieten wir bis zu 10 Jahren Garantie. Bei Wechselrichtern verwenden wir in der Regel Wechselrichter vom Marktführer SMA. Hier haben Sie sogar die Möglichkeiten Garantieverlängerungen bis 25 Jahre abzuschließen. Im Gegensatz dazu betragen die Garantiezeiten anderer Wechselrichterhersteller häufig nur 2-5 Jahre.


Leistungsgarantie für Solarmodule

Mit dem Kauf einer Photovoltaikanlage erhalten Sie auch verschiedene Garantie, immer gemäß den Herstellerbedingungen. Häufig werden für die ersten 10 Jahre 90 % und bis zum Ablauf von 20 Jahren 80 % der Solarmodul-Leistung garantiert. Bei Auslieferung der Anlage sind je nach Hersteller zusätzlich Leistungstoleranzen von +/- 5 % möglich. Daher empfehlen wir nur Module von Herstellern zu kaufen, die eine Leistungstoleranz von -0 Watt /+ 4,99 Watt angeben. Summa Summarum kann dies sonst bedeuten, dass inklusive einzuräumenden Mess-Ungenauigkeiten laut Hersteller-Garantien ab dem Tag der Installation über 17 % Minderleistung zu akzeptieren sind. Wenn ein Solaranlagen-Betreiber durch einen Solarsachverständigen dann nachweisen kann, dass die Module trotz fachgerechter Montage und ohne äußere Fremdeinwirkung (Blitz, Feuer, ungenügende Belüftung etc.) diese verpflichtenden Leistungsgrenzen des Herstellers nicht einhalten, so können laut dieser Leistungsgarantien Ansprüche geltend gemacht werden. Darin sind meist nicht die Montagekosten des Errichters enthalten.

Empfehlenswert ist es deshalb, wie bei uns auch selbstverständlich, dass der Käufer bereits bei der Lieferung der Solarmodule die Messprotokolle der einzelnen Module ausgehändigt wird, um genaue Informationen über die zugesagte Leistung jedes einzelnen erworbenen Solarmoduls zu erhalten. Bei Übergabe der Anlage müsste also - entgegen der oben beschriebenen freiwilligen Leistungsgarantie der Hersteller - die Solaranlage mangelfrei und mit dem im Kaufvertrag festgelegten Leistungsumfang der Module übergeben werden. Fragen Sie immer nach, ob Sie eine Flashliste der Module erhalten. Bei uns ist das selbstverständlich.


Garantien

Den Inhalt der Garantie kann der Garantiegeber frei bestimmen. Die Ansprüche daraus treten neben die gesetzlichen Gewährleistungsansprüche. Durch die Garantie können gesetzliche Gewährleistungansprüche nicht abgeändert werden. Durch eine Garantie erwirbt derjenige, der nach der Garantie berechtigt werden soll, gegenüber dem Garantiegeber Ansprüche in dem Umfang, wie die Garantie das vorsieht. Man kann deshalb nicht pauschal von einer Leistungsgarantie sprechen. Es kommt immer darauf an, welche Leistung zugesagt wird. Das Prozedere, in dem die Garantieansprüche geltend gemacht werden, wird ebenfalls in der Garantieerklärung beschrieben und ist maßgebend. Meistens gewährt die Garantie Ansprüche dem Anlagenbetreiber gegenüber dem Modulhersteller oder dem Hersteller anderer Komponenten. Der Anlagenbetreiber kann sich in dem Falle auch unmittelbar an den Hersteller z.B. des Moduls wenden und die Rechte geltend machen, die in der Garantie zugesagt sind. Besondere gesetzliche Vorgaben gelten nur für eine Haltbarkeitsgarantie, die im Regelfall bei geringer Leistung nicht betroffen ist. Sie sollten bei der Auswahl darauf achten, dass Sie einen Garantigeber haben, der voraussichtlich noch nach einem langen Zeitraum existent und nicht insolvent ist, sonst haben Sie wohlmöglich Garantieansprüche aber keinen Garantiegeber mehr.

Tipp: Vergleichen Sie vor dem Kauf die einzelnen Garantiebedingungen und wägen Sie ggf ab, ob Sie bereit sind für bessere Garantibedungungen mehr zu zahlen.


Gesetzliche Gewährleistungsansprüche

Neben der Garantie sollte man aber an seine Gewährleistungsansprüche an den Hersteller denken, die in dem Zeitraum der Gewährleistungsfrist viel effektiver die Rechte des Anlagenbetreibers wahren. Durch die Gewährleistung erwirbt der Anlagenbetreiber einen Anspruch gegenüber seinem unmittelbaren Vertragspartner auf eine mangelfreie Lieferung der gekauften Sache. Bei der Gewährleistung ist sehr wesentlich, ob noch die Gewährleistungsfrist gilt. Die gesetzliche Gewährleistungsfrist beträgt in der Regel 2 Jahre. Sie kann aber vertraglich auch auf ein Jahr verkürzt werden, z.B. im Kaufvertrag oder in AGB´s.


Beginn der Frist

Die Gewährleistungsfrist läuft im Regelfall ab Ablieferung der Sache. Auf den Zeitpunkt des Vertragsabschlusses oder einer technischen Inbetriebnahme kommt es üblicherweise nicht an.


Ende der Gewährleistungsfrist

Hierzu finden sich Regelungen in §§ 203 und 204 BGB. Es genügt nicht, wenn der Käufer dem Verkäufer mitteilt, dass ein Mangel vorliegt und der Verkäufer eine Eingangsbestätigung schickt. Vielmehr muss der Verkäufer zu erkennen geben, dass er bereit ist, über die Beseitigung des Mangels oder eine Minderung oder einen Schadenersatz zu verhandeln. Solange die "Verhandlungen" laufen, wird die Verjährung des Anspruchs unterbrochen. Zu einer "Verhandlung" gehört, dass der Käufer mitteilt, dass er eine Gewährleistung beansprucht und dafür die Gründe nennt. Anschließend genügt jeder Meinungsaustausch über den Anspruch oder die Gründe, aus denen sich der Anspruch ergibt. Es ist nicht erforderlich, dass der Verkäufer eine Zustimmung in Aussicht stellt. Es genügen Erklärungen, aus denen der Käufer entnimmt, dass der Verkäufer über die Berechtigung des Anspruchs diskutieren will, z.B. wenn er genauer nachfragt. Wenn der Verkäufer die Verhandlungen abbricht oder einschlafen lässt, endet die Verjährung danach frühestens in drei Monaten. Sicherheitshalber sollte man die Verhandlungen schriftlich führen, um einen Nachweis zu haben.

Wenn es zu keiner Verhandlung kommt, oder die Verhandlung abgebrochen wird, sollte der Käufer notfalls eine Zahlung (z.B. Schadensersatz oder/und Minderungsbetrag) fordern und bei Nichtzahlung noch innerhalb der Gewährleistungsfrist einen gerichtlichen Mahnbescheid erwirken. Alternativ reicht auch ein gerichtliches Beweisverfahren aus.

Wenn in dem Vertrag geregelt ist, dass zur Geltendmachung des Gewährleistungsanspruchs bestimmte Regeln einzuhalten sind, so sind diese zu befolgen (Ausnahme: die Regeln sind unwirksame allgemeine Geschäftsbedingungen oder unzumutbare Vertragsklauseln). Dann brauchen wir immer einen Mangel, um Gewährleistungsansprüche geltend zu machen. Im Regelfall geht es um sogenannte Sachmängel, die dann vorliegen, wenn die tatsächliche Beschaffenheit im Zeitpunkt der Übergabe der Verkaufsache von der vertraglich vereinbarten abweicht. Wenn keine Beschaffenheit vereinbart ist, ist die Sache frei von Sachmängeln, wenn sie sich für die nach dem Vertrag vorausgesetzte Verwendung eignet, sonst wenn sie sich für die gewöhnliche Verwendung eignet und eine Beschaffenheit aufweist, die bei Sachen der gleichen Art üblich ist und die der Käufer nach der Art der Sache erwarten kann. Zu der Beschaffenheit, die der Käufer erwarten kann, gehören auch die Eigenschaften, die der Käufer nach den öffentlichen Äußerungen des Verkäufers, des Herstellers oder seines Gehilfen, insbesondere in der Werbung oder bei der Kennzeichnung über bestimmte Eigenschaften der Sache erwarten kann. Hier gibt es natürlich wieder Gegenausnahmen, auf die aber nicht in der Übersicht eingegangen werden kann. Uns gegenüber muss eine Mangel, auch im Interesse der Vertragsoparteien immer schriftlich angemeldet werden.


Mess- und Fertigungstoleranz

Bei der Photovoltaik geht es dann immer um die sogenannte Messtoleranz und Fertigungstoleranz. Mit Fertigungstoleranz ist gemeint, dass das Modul durch das Fertigsverfahren nicht immer exakt die Leistung haben kann, für die es verkauft worden ist. In den meisten Verträgen ist deshalb angegeben, dass auch ein Modul vertragsgerecht ist, wenn es eine gewisse Plus/minus Grenze einhält.

Hier steht es jedem frei, durch die vertragliche Regelung festzulegen, dass eine Minustoleranz nicht akzeptiert wird oder zumindest alle Module zusammen eine gewisse kW-Leistung erbringen müssen. Im letzten Fall sind zwar dann alle Module vertragsrecht, die auch die Minusgrenze (noch) einhalten. In der Summe muss aber die vereinbarte kW-Leistung ohne Abschlag erbracht werden

Die Messtoleranz kommt ins Spiel, wenn der Anlagenbetreiber das Vorliegen des Mangels beweisen muss. Er muss z.B. nachweisen, dass die von ihm gekaufte Anlage ein Leistungsdefizit von z.B. 8 % hat. Dann muss natürlich im Streitfall eine repräsentative Menge der Module von einem Sachverständigen gemessen werden und diese Messung gibt dann Aufschluss darüber, ob tatsächlich eine Abweichung von der Beschaffenheit vorliegt. Solche Messungen erfolgen je nach verwendetem Messgerät mit einer gewissen Toleranz (Ungenauigkeit). Gute Messgeräte haben eine geringere Messtoleranz und einfache Geräte haben eine hohe Messtoleranz. Der TÜV Rheinland geht bei seinen Messungen zur Zertifizierung von Solarmodulen z.B. von einer Messunsicherheit von +/- 3 Prozent aus.

Im Hinblick auf die Leistungstoleranz kann es sein, dass tatsächlich in den ersten Jahren eine Leistung von bis zu 82,9 % hinnehmbar ist. Eine Gewährleistung kann aber auch verlängert werden und theoretisch ließe sich auch vereinbaren, dass eine Messungenauigkeit nicht zu berücksichtigen ist und entsprechend des Vertrages genau das zu liefern ist, was vertraglich vereinbart wurde. Hierzu müsste dann allerdings der Herstzeller oder Lieferant bereit sein.

NEWS

Die aktuellen EEG-Fördersätze finden Sie hier

Details zur finanziellen Förderung finden Sie hier

Unsere Solarmodule wurden Testsieger im letzten Vergleich der Stiftung Warentest.

Informationen zum Anwendungshinweis § 6 Absatz 2 EEG 2012 finden Sie hier.

 

 
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